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Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!

                                                                               Paracelsus
 

Hier habe ich einiges aufgeführt, was vor dem Kauf eines Hundes zu bedenken ist.

1. Welche Art von Hund? Welche Rasse oder ein Mischling? Welcher Hund passt zu mir? Vom Züchter oder von einer Tierhilfsorganisation? Ein Welpe oder ein erwachsener Hund? Rüde oder Hündin? Manche Rassen sind sehr temperamentvoll und brauchen sehr viel Bewegung, andere sind mehr ruhig und bequem und für sportlichere Menschen nicht so geeignet. Beim Züchter sind die Eltern zu sehen und es ist ungefähr zu erkennen, wie sich der Hund entwickelt, aus dem Tierheim und ähnlichem weiß man meistens die Vorgeschichte nicht. Der Welpe muss von Grund auf erzogen werden, ist wahrscheinlich noch nicht stubenrein. Der erwachsene Hund hat sich evtl. schon einige Unarten angewöhnt. Hündinnen sind meist anhänglicher, werden aber 2 mal im Jahr läufig. Unsere beiden Hündinnen sind kastriert, wir hatten nie Probleme. Bei kastrierten Rüden, die ich kenne, habe ich festgestellt, dass sie sehr gut mit anderen Rüden auskommen oder besser gesagt, die anderen Rüden kommen mit ihnen besser aus weil sie sie offensichtlich geruchsmäßig nicht einordnen können. Man sollte vorher auf jeden Fall den Tierarzt fragen. Die Meinungen zur Kastration gehen sehr auseinander.

2. Habe ich überhaupt die Zeit für einen Hund? Ein Hund ist ein Lebewesen, das Aufmerksamkeit und, je nach Rasse, viel Bewegung benötigt. Auch sollte man sich vorher überlegen: was mache ich mit dem Hund, wenn ich in Urlaub fahre? Es gibt Tierpensionen, was aber einiges kostet, oder man ist bereit 10-15 Jahre nur dorthin zu fahren, wo Hunde erlaubt sind.

3. Die finanzielle Situation. Außer dem Hundefutter sind die jährlichen Impfungen zu bedenken. Und wenn der Hund krank wird, können hohe Tierarztkosten auf einen zukommen.

4. Ist jeder im Haushalt mit dem Hund einverstanden? Auch ob jemand evtl. unter einer Hundeallergie leidet, sollte schon vorher geklärt werden.

5. Das Alter. Man hat sehr viel Spaß wenn ein junger Hund ins Haus kommt. Aber der Hund wird älter. Viele alte Hunde sind etwas seltsam, hören auch nicht mehr so gut oder werden unsauber. Sport mit dem Hund oder auch längere Spaziergänge sind nicht mehr möglich. Unter der Rubrik "Vermittlung" ist zu sehen, wie viele alte Hunde dann entsorgt werden. Und dann das Allerschlimmste: der Tod des Hundes. Die wenigsten Hunde legen sich einfach hin und sterben. Meistens müssen sie eingeschläfert werden. Die Entscheidung, wann das sein soll, ist sehr schwer.

Ein Hund sollte nicht nur angeschafft werden weil die Kinder unbedingt ein Haustier haben wollen. Auch nicht, weil man einen gesehen hat, der ganz toll aussah und man so einen auch haben möchte.



Bitten eines Hundes an den Menschen

1. Mein Leben dauert 10-15 Jahre. Jede Trennung von dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freude - ich habe nur Dich.

5. Sprich mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.

7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, daß meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel an Deiner Hand zerquetschen könnten, daß ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit “unwillig” schiltst, “bockig” oder “faul”, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.

10. Gehe den schweren Gang mit mir. Sage nicht: “Ich kann sowas nicht sehen” oder “es soll in meiner Abwesenheit geschehen”

Alles ist leichter für mich mit Dir!!!